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Gehaltserhöhung – hilfreiche Tipps

Du möchtest eine Gehaltserhöhung? Hier bekommst du Tipps, was du in einer Gehaltsverhandlung beachten solltest, wieviel Prozent du verlangen kannst und wann eine Anpassung des Gehalts angemessen ist.
Veröffentlicht am 12.02.2021

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Foto: Pixabay

Die Verhandlung für eine Gehaltserhöhung unterscheidet sich in vielen Aspekten grundlegend von der Verhandlung eines Einstiegsgehalts. Du kannst hierbei mutiger in die Verhandlung gehen, da du bereits länger im Betrieb bist und (hoffentlich) positive Argumente für einen Gehaltssprung vorzeigen kannst. Wichtig ist es, den ersten Schritt zu machen – in der Regel wird kein Chef eines Tages auf dich zukommen und dich zu einer Gehaltserhöhung auffordern. Wenn du dir also eine höhere Vergütung für deine Arbeit wünschst, gilt es selbst aktiv zu werden und die Gehaltsverhandlung ausgiebig vorzubereiten.

Der richtige Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung

Dafür gibt es keine feste Regeln, allerdings bieten sich einige Zeitpunkte dazu an, eine Gehaltsverhandlung in die Wege zu leiten. Gute Momente wären beispielsweise nach der Probezeit, bei dem Übergang eines befristeten in einen unbefristeten Vertrag. Auch das jährliche Mitarbeitergespräch bietet sich in diesem Zusammenhang an. Ebenso, wenn neue, anspruchsvolle to-dos zum Aufgabenbereich hinzukommen oder wenn ein Projekt durch deine Mitarbeit erfolgreich abgeschlossen wurde. Kontraproduktiv ist es sicherlich, zu oft das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen, um mehr Geld zu verlangen. Auch die wirtschaftlichen Faktoren sollten berücksichtigt werden. Aktuell sind aufgrund von COVID-19 die meisten Unternehmen auf Sparkurs oder befinden sich gar inmitten eines Einstellungstopps. In diesen Zeiten solltest du besser mit einer Bitte um eine Gehaltserhöhung warten.

Plane deine Gehaltsverhandlung sorgfältig

Durch sehr gute Leistungen sowie einer höheren Berufserfahrung und gestiegener Kompetenz ist die Erhöhung des Gehalts eine Art Belohnung. Ausgangspunkt für die Gehaltsverhandlung ist zunächst das aktuelle Gehalt mit allen Bestandteilen, wie beispielsweise flexible Prämien, zusätzliche Monatsgelder wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschüsse von Arbeitgebern zur betrieblichen Altersvorsorge. Auch Zusatzleistungen, wie die Nutzung eines Dienstwagens oder die Übernahme der Fahrtkosten (z.B. Bahncard) sollten hierbei beachtet werden. Versuche nun dein Verhandlungsziel einzugrenzen. Was genau willst du verdienen? Informiere dich bei Freunden und ehemaligen Kommilitonen, die in derselben Branche arbeiten, über deren Gehalt. Hast du ein gutes Verhältnis zu deinen Kollegen/Kolleginnen, erkundige dich bei passender Gelegenheit, was diese verdienen.

Zeige deinen Nutzen für das Unternehmen auf

Idealerweise hast du deine Leistungen bereits schriftlich festgehalten (z.B. in einem „Erfolgstagebuch“). Dies stärkt nicht nur die Motivation und dein berufliches Selbstbewusstsein, sondern bietet für das Gehaltsgespräch die besten Argumente. Das schlagkräftigste Argument ist hierbei die eigene Leistung. Überlege dir ganz genau, was eine Gehaltserhöhung rechtfertigt. Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  • Welche Kompetenzen und Fähigkeiten habe ich seit der letzten Gehaltsverhandlung hinzugewonnen, die dem Unternehmen zukünftig nützen?
  • Welche Erfolge habe ich für das Unternehmen erzielt?
  • Inwiefern hat sich meine Leistung seit der letzten Gehaltsverhandlung gesteigert?
  • Wie wertvoll bin ich für das Unternehmen und weshalb?

Was kann ich prozentual mehr verlangen?

Das ist von Unternehmen zu Unternehmen natürlich sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen liegt der Verhandlungsspielraum bei drei bis fünf Prozent. In einigen Fällen (Beförderung, mehr Verantwortung) kann es auch mehr sein, aber mehr als zehn Prozent gibt es nur in den aller wenigsten Fällen. Setzt du dir fünf Prozent als Ziel, kannst du versuchen mit sieben Prozent ins Gespräch zu gehen und kannst deinem Vorgesetzten so entgegenkommen.

Bei der Gehaltsverhandlung geht es nicht immer nur ums Geld

Sollte die gewünschte Gehaltserhöhung von deinem Chef nicht bewilligt werden, so kannst du dir immer noch eine neue Strategie ausdenken. Es gibt, wie auch bei der Verhandlung des Einstiegsgehalts weitere Leistungen, die dir eine indirekte Gehaltserhöhung bescheren können. Das können Versicherungen, ein Zuschuss zu den Fahrtkosten, ein Firmenwagen oder Weiterbildungen sein. Möglicherweise lässt sich dein Vorgesetzter auf eine dieser Optionen ein.

Nicht warten, sondern selbst aktiv werden

Wer gut vorbereitet geht, hat prinzipiell gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Wichtig ist, dass die eigenen Argumente glaubhaft vermittelt werden können und die Leistungen für dich sprechen. Es ist der normale Lauf der Dinge, dass sich mit steigender Berufserfahrung Wissen anhäuft und mit viel Fleiß und Motivation dadurch auch die Leistung gesteigert wird. Eine regelmäßige Gehaltserhöhung ist dann nicht nur realistisch, sondern sollte durchaus eingefordert werden. Unrealistisch ist es nämlich, darauf zu warten, dass dein Chef eines Tages von selbst auf dich zukommt und dir mehr Gehalt anbietet.


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